U10 des MG Wolfpack sammelt Spielpraxis in Köln

23.08.2023

Mönchengladbachs jüngste American Footballer mit guter Vorstellung und Spielfreude am zweiten Turniertag der diesjährigen Season

Mönchengladbach/Köln Die Jüngsten des Rudels zog es am vergangenen Sonntag, der großen Hitze zum Trotz, gemeinschaftlich nach Köln, um das hart Trainierte in die Praxis umzusetzen. Am zweiten Spieltag der American Football-Saison – im Altersklassenbereich U10 wird 5er-Tackle im Turniermodus gespielt – galt es für das MG Wolfpack, gleich gegen zwei spielstarke Gegner anzutreten. Zunächst sollten die heimischen Krokodile, die Cologne Crocodiles, gebändigt werden. Anschließend ging es darum, die streitbaren Reiter der Schiefbahn Riders von ihren Schlachtrössern zu werfen.

Den ersten Motivationsdämpfer musste das junge Mönchengladbacher Rudel bereits vor dem ersten Spiel hinnehmen. Einer der spielstärksten Rookies des Teams verfehlte die Gewichtsgrenze knapp und musste eine X-Markierung hinnehmen, was seinen Einsatz im Spiel auf einige wenige Positionen beschränken und somit seine geplanten Aktionen stark einschränken sollte.

Das junge Wolfsrudel unter Führung von HC Dominik Peters signalisierte „jetzt erst recht“ und alsbald erfolgte der CoinToss. Den man gewann. Das Team entschied sich für Ballbesitz und es hieß Anstoß Mönchengladbach. Der Drive begann unglücklich mit einem misslungenen Snap und einem anschließenden QB-Sack. Als starting QB Hendrik die ersten Yards selbst erlaufen konnte, waren im dritten Versuch noch zehn Yards zu gehen. Der anschließende Hand-Off Fake an den Motion Receiver Max war dann leider nicht erfolgreich. Die Defense der Crododiles war aufmerksam gewesen und konnte das vierte Down abwehren. 

So wechselte das Angriffsrecht und Köln gelang nach einem Lauf und einem erfolgreichen Pass im zweiten Down der ersten Touchdown des Spiels. Auch der Extrapunktversuch von der  5yd-Linie konnte in die Endzone des Rudels getragen werden, 7:0 Führung für die Gastgeber. Es folgten beiderseits zwei nicht erfolgreiche Angriffsdrives, bevor Köln durch ein Fumble des Rudels erneut in Ballbesitz kam. Die Crocodiles bewegten gut den Ball über das Feld und wollten mit einem langen Pass in die Endzone des Rudels scoren. Gedankenschnell sprang der Gladbacher Verteidiger Kastiell in den Wurf. Balleroberung durch Interception. Sogar ein schöner Pick-6 (ein Returnlauf in die Endzone des Gegners) schien dabei möglich, wäre da nicht die Seitenauslinie gewesen. So jedoch konnte immerhin ein weiteres Punkten des Gegners verteidigt und das Angriffsrecht zurückerobert werden.

Aber auch aus diesem Angriffsversuch wurde für die Mönchengladbacher nicht Zählbares, stattdessen erzielte Köln im weiteren Verlauf noch seinen zweiten Touchdown in der ersten Hälfte.

In der Pause ließ sich das Jungrudel dann die ersten Kratzer und Schrammen versorgen, stellte sich teils bereits sichtlich mitgenommen und dabei trotz allem hochmotiviert dann den Kölner zur zweiten Hälfte. In deren Verlauf schlichen sich dann vermehrt individuelle Fehler ins Spiel des Rudels ein, geschuldet der Aufregung und vor allem der hochsommerlichen Temperaturen. Diese machten den Mönchengladbachern augenscheinlich schwerer zu schaffen als den Gastgebern; das junge Wolfsrudel hatte den Crocodiles immer weniger entgegen zu setzen. So ging das Spiel am Ende ohne eigene Punkte mit 37:0 an die Domstädter.

Das zweite Spiel des Tages, gegen die Gegner aus Schiefbahn, sollte zum Nachteil der Mönchengladbacher unter ungleichen Voraussetzungen stattfinden. Ein Turnierteilnehmer hatte kurzfristig absagen müssen, so dass die Riders, ohnehin mit beeindruckend großem Kader angetreten, frisch und ausgeruht in das für sie erste Spiel gehen konnten. Ihnen gegenüber bemühte sich das bereits abgekämpfte, angeschlagene Wolfsrudel, das nach dem ersten Spiel bereits um drei tapfere Jungwölfe dezimiert war. Zwei Mönchengladbacher Nachwuchsfootballer hatten sich etwas größere Blessuren zugezogen, ein weiterer Spieler war durch die pralle Sonne so überhitzt, dass er im Schatten der Sideline bleiben musste.

Trotzdem mühte sich das Wolfpack nach Kräften, trat immer wieder an, um den Riders ein faires Spiel zu bieten, wollte sich behaupten im Kampf gegen die Rivalen aus Schiefbahn. Diese waren dem Mönchengladbacher Team mittlerweile deutlich überlegen und scorten mehrfach. Als die Partie zu einseitig wurden und sich die Liste der Verletzten und Angeschlagenen im Team des Wolfsrudel mit jedem Spielzug verlängerte, sah sich HC D. Peters für diesen Tag zum Rückzug gezwungen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit musste er die Partie, auch zum Wohl der jungen Spieler, vorzeitig aufgeben. Zu diesem Zeitpunkt spielte der Spielstand schon keine Rolle mehr.

„Trotz und/oder sogar aufgrund dieses harten Tages für die Jüngsten kann der gesamte Verein sehr stolz sein auf die Leistung des Teams. Die Rookies konnten jede Menge Erfahrung und Eindrücke sammeln. Wir haben zumindest im ersten Spiel gut mitgehalten, mit frischen Kräften wäre auch die zweite Partie mit Sicherheit nicht so einseitig verlaufen. Am Ende war so aber einfach nicht Mehr möglich.“, berichtete D. Peters nach Turniertagsende.

Gemeinsam mit dem gesamten Team war er noch am Nachmittag wieder ins heimische Stadion nach Odenkirchen-Süd gekommen, um im dort laufenden Spiel die Seniors des MG Wolfpack lautstark unterstützen zu können. Sein U10-Team erholte sich dabei auch mit Würstchen und Kaltgetränken im Schatten der Mönchengladbacher Tribüne, fachsimpelte teils im Detail über das Erlebte. Rookie Florian war immer noch erstaunt über den spielstarken Gegner: „Es ist schon komisch. Im Training kann ich meine Teamkameraden gut blocken, aber heute hat mich mein Gegenspieler einfach total weggeschoben.“

Gelegenheit, Kräfte zu sammeln und neue Spielzüge einzustudieren, haben die jüngsten des Rudels beim Training in den nächsten Wochen. Erst am 17.09. steht für den Mönchengladbacher Nachwuchs der nächste Turnierspieltag, dann in Heinsberg, auf dem Spielplan.

Alle Info zu Team und Verein auf fb, insta & co. oder unter www.as-mg.de.

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